Name Vorname Werkstatt
SchwedelerAlexanderA1
Kaufgeld - Leihgeld - Schenkgeld

In der Themenwerkstatt "Kaufgeld, Leihgeld, Schenkgeld” werden wir uns mit Hilfe der Dokumentation Inside Job einige tieferliegende Ursachen der jüngsten Finanzkrise erarbeiten. Als Beispiele seien die Deregulierung und das Paradigma des Survival of the Fittest genannt. Die hohen Schulden (Leihgeld) haben in der Finanzkrise zu einer großen Geldvernichtung (Schenkgeld?) und Umordnung der Eigentumsverhältnisse geführt. Wie können wir heute gesunde Schenkungs- und Eigentümerverhältnisse schaffen?


Unternehmensberater, hat die letzten 15 Jahre für die Triodos Bank gearbeitet. 1999 zog er für sieben Jahre in die Niederlande und hat dort für Triodos das Beteiligungsgeschäft aufgebaut. Ab 2007 hat er in Frankfurt, zusammen mit den Kollegen, die deutsche Filiale der Triodos Bank gegründet und aufgebaut. Vielfältige, internationale Erfahrung mit der Finanzierung von Unternehmen und Instituten, zahlreiche Aufsichtratspositionen, besonders in den Bereichen Öko, Naturkost und erneuerbare Energien. Mitglied im Aufsichtsrat von Demeter e.V., Darmstadt, von Gesundheitspflege Initiativ, Esslingen, von SlowMoney, Dänemark. Mitarbeit bei Triodos Organic Growth Fund, einer langfristig orientierten Beteiligungsgesellschaft für den ökologischen Mittelstand. Beratung und Prozessbegleitung nach TheoryU und ähnlichen Konzepten. Alexander Schwedeler, geboren 1963, lebt mit seiner Frau in Stuttgart und hat drei erwachsene Kinder.

RohrbachKlausA2
Boden und Geld – was kostet die Welt?

"Über Geld redet man nicht!“, heißt es. Das hat sich ein wenig geändert seit der Finanzkrise. Doch die entscheidenden Problempunkte unseres Geldsystems werden noch kaum diskutiert. Ein weiteres Tabu ist die bei uns geltende Grund- und Bodenordnung. Das klingt harmlos; dahinter verbirgt sich jedoch sozialer Sprengstoff… Also: Boden und Geld. Zuletzt wollen wir mögliche Lösungsansätze kritisch betrachten.


1951 in Osnabrück geboren, Studium der Germanistik, Geographie und Philosophie; Oberstufenlehrer an der Freien Waldorfschule Würzburg, außerdem als Autor und in der Lehrerbildung tätig; seit vielen Jahren Beschäftigung mit der Sozialen Dreigliederung und alternativen Geldmodellen. Veröffentlichungen u.a.: „Freigeld. Michael Unterguggenberger und das ‚Währungswunder von Wörgl’“, Ch.Möllmann Verlag, Borchen, 8.Aufl. 2009. „Abenteuer in Schnee und Eis. Alfred Wegener – Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente“, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2008

GelleriChristianA3
Vom Ich- zum Wir-Geld

Noch nie gab es so viel Geld wie heute. Wer genügend Geld hat, erlebt die Vorzüge der Freiheit. Lebensmittel, Auto, Urlaub, Handy, Kleidung und viele Tausend andere Dinge lassen sich mit Geld kaufen. Wer zu wenig Geld hat, erlebt sich häufig als ausgegrenzt. Das Geld verbindet und trennt uns zugleich. Es ermöglicht, reich zu werden und es kann uns ebenso in die Armut führen. Normalerweise macht sich ein Fisch keine Gedanken über das Wasser, in dem er schwimmt. Fast ebenso selten, denken Menschen über die Regeln des Geldes nach. Wir wagen den Blick "hinter die Kulissen" und fragen uns, wie die Regeln des Geldes auf uns wirken und wie wir lernen können, auf das Geld einzuwirken. Wir schauen uns positive Beispiele an, angefangen vom bewussten Umgang mit Geld bis hin zur gemeinsamen Gestaltung zum Beispiel mit Hilfe von Regionalwährungen. Dann überlegen wir gemeinsam, was wir im Hier und Jetzt konkret anpacken könnten.


geb. 1973, hat BWL, VWL sowie Wirtschaftspädagogik studiert. Als Wirtschaftslehrer an der Freien Waldorfschule Chiemgau initierte er 2002 zusammen mit 6 Schülerinnen den Chiemgauer. 2005 endete dieses Schülerprojekt und Christian Gelleri widmete sich dem Thema Regiogeld in Vollzeit, gründete den Verband Regiogeld e.V. und entwickelte den elektronischen Chiemgauer. 2007 gründete er die Sozialgenossenschaft Regios eG, die er bis heute als geschäftsführender Vorstand leitet. Er hat die Verbreitung von Regiogeldern in Deutschland maßgeblich geprägt. (www.regios.eu)

SpielbichlerVeronikaA4
Geld selber machen – kein Problem!

Im digitalen Zeitalter erleben wir gerade einen Wandel des Geldbegriffes, der sich vom althergebrachten Denken loslöst. Geld ist eine Vereinbarung in einer Gemeinschaft, etwas als Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Wertmaßstab zu benutzen. Die Spielregeln sind kein Naturgesetz, sondern vom Menschen gemacht. Wie ändern heute schon Menschen die Regeln, um das zu belohnen, was ihnen wertvoll und wichtig ist? Welche praktischen Beispiele neuer Wirtschaftsformen gibt es, die netzwerk-basiert Kooperation neu entdecken und Geld als Gestaltungsinstrument verstehen?


Jahrgang 1963, freie Journalistin und Redakteurin, Blog www.vero-online.info für Regionalnachrichten im Raum Wörgl. Seit der Gründung 2003 Obfrau des Unterguggenberger Institutes e.V. in Wörgl (Info: www.unterguggenberger.org). Mitarbeit in der Lokalen Agenda 21 in Wörgl, u.a. als Leiterin der Projektgruppe zur Entwicklung der Jugendkomplementärwährung I-MOTION. Das Unterguggenberger Institut widmet sich der Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit betreffend des Wörgler Freigelds 1932/33 sowie Komplementärwährungen und gemeinschaftlichen Organisationsformen heute.

BoukalFlorianA5
Preis.Bildung: What money can’t buy

"Alles hat seinen Preis“ sagt eine deutsche Redensart. Der amerikanische Philosoph Michael Sandel schreibt, dass man nicht alles mit Geld kaufen könne. Wie passen diese beiden Aussagen zusammen? Welche Rolle spielen Geld, Staat und Markt dabei? Wie kommen Preise zustande und können sie „gerecht“ sein? Diesen Fragen werden wir in der Themenwerkstatt spielerisch nachgehen.


Nach dem Studium der VWL in Freiburg und BWL an der Alanus Hochschule in Alfter/Bonn war Florian Boukal von 2009 bis 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ökonomie und Gesellschaft und Koordinator der Masterstudiengänge BWL des Fachbereich Wirtschaft der Alanus Hochschule. Nebenher erwarb er berufsbegleitend einen Master in BWL. Seit 2014 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte in Bernkastel-Kues. Dort ist er forschend in einem von der GLS-Treuhand finanzierten Projekt mit dem Titel „Werkstätten neuen ökonomischen Denkens“ zum Thema „Schenken“ tätig. Außerdem bereitet er als Mitglied der Gründungsinitiative aktuell die staatliche Anerkennung und Akkreditierung der Cusanus Hochschule in Gründung (www.cusanus-hochschule-in-gruendung.de) in Bernkastel-Kues vor.

LangProf. Dr. EvaA6
Das Problem mit dem Geld, den Zinsen und der Geldmengensteuerung

In dieser Themenwerkstatt wollen wir uns fragen, weshalb das Geld für uns, für die Gemeinschaft und in der Wirtschaft sowie in der Politik eine so dominante Rolle spielt. Einerseits fehlt Geld an allen Ecken und Enden. Weil es an Geld mangelt, wird die Belegschaft von Krankenhäusern ausgedünnt, stehen Lehrer vor übervollen Klassen und sitzen Schüler in Klassenräumen, in denen der Putz von den Wänden fällt. Die Aufzählung solcher Probleme könnte beliebig weit fortgesetzt werden. Zu lösen scheint es, sind sie immer nur durch Geld, durch mehr Geld! Liegen die Probleme also darin, dass es zu wenig Geld gibt? Die Antwort lautet: nein! Denn andererseits gibt es Geld. Es gibt mehr als genug; allerdings nicht für die Bedürftigen, die Arbeits- und Obdachlosen, nicht für Krankenhäuser, Kindergärten oder Schulen, denen es gerade fehlt. Es gibt sogar zu viel Geld, denn die Geld-und Finanzmärkte schwimmen im Geld. Und es muss immer noch mehr werden, sonst geraten sie in die Krise und mit ihnen die gesamte Wirtschaft. Im Rahmen der Themenwerkstatt wollen wir gemeinsam die Zusammenhänge zwischen der Realökonomie (und den realen Bedürfnissen der Menschen) und dem Geld, seinen Funktionen, der Rolle des Zinses sowie den Möglichkeiten der Geldmengensteuerung erarbeiten. Denn nur so können wir die Probleme mit dem Geld sowie den stetig drohenden Geld- und Finanzkrisen besser verstehen. Wir wollen uns fragen, ob es so weiter gehen kann oder ob wir eine Transformation des Geldsystems brauchen und welche Ideen es für die Neugestaltung bzw. Veränderung unseres Geld-und Finanzsystems womöglich schon gibt.


war bis zu ihrer Emeritierung in 2012 Professorin der Wirtschaftspolitik unter besonderer Berücksichtigung der politischen Ökonomie an der Bundeswehr Universität in München. Nach ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft zur Diplom-Volkswirtin, promovierte und habilitierte Eva Lang zu Themen aus den Bereichen der Konjunkturtheorie und der Finanzwissenschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Sozialökologischen Ökonomie insbesondere einer Ökonomie ohne Wachstumszwang, der sozialökonomischen Herausforderungen des demografischen Wandels sowie in der sozialökologischen Wirtschafts- und Finanzpolitik des Staates. Sie engagiert sich in zahlreichen wissenschaftlichen Vereinigungen, insbesondere in der Vereinigung für Ökologische Ökonomie und dem Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften.

StierleSteffenA7
Finanz- und Schuldenkrise in Europa

Seit Jahren prägt die Finanz- und Wirtschaftskrise den europäischen Alltag. Was 2007 als Immobilienkrise in den USA begann, hat sich längst zur Schuldenkrise der Eurozone entwickelt. Die EU und unsere Regierungen antworten mit Sparpaketen, Bankenrettungsaktionen und so genannten Strukturreformen. Ein Ausweg wurde jedoch noch nicht gefunden – die Wirtschaft schrumpft, Arbeitslosigkeit, Armut und Schulden steigen. Was steckt hinter der großen Krise? Was bewirken die politischen Reaktionen der EU? Welche Alternativen gibt es? Mit diesen Fragen wollen wir uns in der Themenwerkstatt gemeinsam auseinandersetzen.


Jahrgang 1981, Ökonom, Schwerpunkt: Politische Ökonomie der Europäischen Integration, lebt in Berlin und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag (Fraktion DIE LINKE) sowie aktiv bei Attac mit den Schwerpunkten Welthandel, EU-Integration, Wirtschafts- und Finanzkrise.

EisenhutStephanB1
Geld und Macht – Wenn Geld zum Gewaltmittel wird

Was bedeutet es, wenn immer mehr Vermögen sich in den Händen kleiner, gut organisierter Gruppen konzentriert? Leisten diese Gruppen mehr für die Gesellschaft, als die, die „von ihrer Hände Arbeit leben“? Kann Geld arbeiten? Gibt es Mittel und Wege, gesellschaftliche Prozesse so zu gestalten, dass zu große Machtkonzentrationen in der Gesellschaft nicht möglich sind? Sind „gerechte Preise“ denkbar oder handelt es sich dabei um Wunschvorstellungen? Was erzeugt „Gerechtigkeit“ und was verhindert sie?


geb. 1964, Waldorfschüler (1979-1984; Herne), Diplom-Volkswirt, Forschungsarbeit zu den geisteswissenschaftlichen Grundlagen der Sozialwissenschaft bei Rudolf Steiner, Ausbildung zum Waldorflehrer, Unterrichtstätigkeit an der Rudolf-Steiner-Schule Mittelrhein, heute  Geschäftsführer der mercurial-Publikationsgesellschaft mbH, publiziert regelmäßig zu sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Themen.

MabanzaDr. BonifaceB2
Geld als Zwangsinstrument des Neoliberalismus - Beispiele aus ausgewählten Entwicklungsändern

Die Beziehungen zwischen westlichen Industrienationen und Entwicklungsländern sind nach wie vor von den aus kolonialen Abhängigkeiten stammenden asymmetrischen Machtverhältnissen geprägt. Für die Aufrechterhaltung dieser Beziehungen haben sich zwei Instrumente als besonders fatal erwiesen: Recht und Geld. Mit diesen beiden Zwangsinstrumenten gelingt es bis jetzt den Industrienationen in Kooperation mit den von ihnen dominierten internationalen Finanzinstitutionen, die Entwicklungsländer zu bestrafen, zu verwalten und auf die Prioritäten der Industrieländer auszurichten. Vor allem die in die Schuldenspirale geratenen (Entwicklungs-) Länder  zahlen dafür einen hohen Preis, der oft bis zum Verlust der eigenen Souveränität und somit der Kontrolle über die eigenen Ressourcen geht. Zu Beginn dieses Prozesses steht das Geld, das sich in Not geratene Entwicklungsländer ausleihen. Am Ende steht auch das Geld, das sie mehrfach zurückzahlen, das dennoch wie eine Zwangsjacke wirkt. Wie funktionieren die Mechanismen dieses Zwangsinstruments?


geboren in der Demokratischen Republik Kongo, Studium der Philosophie, Literaturwissenschaften und Theologie in Kinshasa, Promotion an der Universität Münster zum Thema „Gerechtigkeit kann es nur für alle geben. Globalisierungskritik aus afrikanischer Perspektive“, Ausbildung in Konfliktmanagement bei der Akademie für Konflikttransformation in Bonn. Koordinator der Kirchlichen Arbeitstelle Südliches Afrika in der Werkstatt Ökonomie/Heidelberg. Gastprofessor bei Theologie interkulturell der Goethe-Universität Frankfurt im Wintersemester 2011/2012, Dozent für Entwicklungspolitik bei der Deutschen Akademie für Internationale Zusammenarbeit, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der „Initiative für eine Prophetische Kirche. Ein Leben in Fülle für alle“.

PetzKathrinC1
Was macht die Bank eigentlich mit meinem Geld?

Banken arbeiten mit unserem Geld auf dem Konto. Sie verleihen das Geld an Projekte oder Firmen. Dabei schließen die wenigsten Banken mithilfe von effektiven ökologischen und sozialen Standards Investitionen aus in Firmen und Projekte , die Menschenrechte missachten und die Umwelt zerstören. Ohne es zu wissen unterstützen so viele BankkundInnen mit ihrem Geld Bergbaufirmen, die indigene Völker von ihrem Land vertreiben, Kohlekraftwerke, die das Klima zerstören oder Waffenlieferungen an Regierungen, die ihre eigene Bevölkerung terrorisieren. Im Rahmen dieser Themenwerkstatt möchte ich Euch einen Überblick über kritische Finanzierungen geben und gemeinsam mit Euch Aktionsideen und Interventions-möglichkeiten entwickeln, um vor allem junge Menschen – SchülerInnen, StudentInnen, BerufseinsteigerInnen – zum Bankwechsel zu bewegen.


hat Umweltwissenschaften in Lüneburg studiert und beschäftigt sich bei der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation "urgewald" (www.urgewald.de) mit den schädlichen Investitionen von Banken. Im letzten Jahr hat sie die Kampagne 'Bankwechsel im Hörsaal' mit ins Leben gerufen, um vor allem auch junge Menschen zum Bankwechsel zu motivieren.

DellbrüggerDr. GüntherC2
Was haben slack line und Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) miteinander zu tun?

Das BGE ist kein Patentrezept, sondern eine Super-Idee! Aber auf welchen Boden fällt sie bei uns? "Freibier für alle" "Endlich nicht mehr arbeiten! Ich wär ja blöd!"?? Wie würden wir - jeder einzelne auf seine Weise - diese Super-Idee umsetzen in unser Leben? Fangen wir bei uns an!


geb.1949, kein Waldorfschüler, drei Kinder, sechs Enkelkinder: Waldorfschüler. Studium Philosophie, Slavistik, Geschichte, Theologie; Pfarrer in der Christengemeinschaft seit 1978; seit 1970 über 20x in Russland; nach der Rückkehr jedes Mal mit der Frage neu:"Was brauche ich?" "Was brauche ich wirklich?" Seit etwa zehn Jahren Engagement für das BGE

AchatziHanjoC3
Mechanik oder Freiheit – Was macht Geld mit mir? • Was macht Geld mit der Welt?

Wir werden der Frage nachgehen, ob wir beim Geld einer ausweglosen Mechanik ausgeliefert sind oder ob es ein Freiheitsmoment gibt, das mit der Geldfrage verbunden ist. Dazu werden wir die Geldfrage von zwei Seiten beleuchten: • Was macht Geld mit mir? • Was macht Geld mit der Welt in der wir leben? Wir gehen dabei von den Fragen und Beobachtungen aus, die jeder von uns aus seinem Leben mitbringt. Unser Ziel: Die Wirkung von Geld bei uns selbst und in der Welt durchschauen und sehen, was wir – alleine und mit anderen – tun können.


geboren in München, verheiratet, vier Kinder. Er ist strategischer Partner der Beratungsgruppe PHILOS und begleitet Entwicklungsprozesse in Konzernen, ebenso wie in eigentümergeführten mittelständischen Unternehmen. Sein Fokus ist Innovation durch Beziehungskompetenz. Menschlichkeit und Leistung bedingen sich in jeder Beziehung gegenseitig. Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir gut mit uns selbst und gut miteinander umgehen! Er hat vor vier Jahren die Initiative ‘wirtschaftneudenken‘ ins Leben gerufen. Sie schafft Begegnungsräume und macht neue Möglichkeiten und Gestaltungsspielräume für eine globale Ökonomie im 21. Jahrhundert sichtbar. www.wirtschaftneudenken.com

WötzelRudolfC4
Banker oder Bäcker? Beamter oder Beachvolleyball? - Die Qual der Wahl auf der Suche nach dem Traumberuf

In den kommenden Jahrzehnten werdet Ihr die Generation sein, die Unternehmen und die Wirtschaft gestalten werden. Nach welchen Mechanismen "funktionieren" eigentlich globale Unternehmen? Wie werden Persönlichkeit und Bewusstsein in Firmen geformt? Welche Gefahren lauern auf mich? Wie kann ich bewusst meine berufliche Karriere und mein Umfeld gestalten, so dass ich nachhaltig glücklich bin? Der Workshop möchte Euch für Themen sensibilisieren, die Euch in Eurem Berufsleben erwarten. Gemeinsam möchten wir Ansätze für Lösungen erarbeiten, wie Ihr Eure eigene Zukunft in Unternehmen gestalten könnt.


In seinem "alten" Leben absolvierte Rudolf Wötzel eine erfolgreiche Karriere. Abitur als Jahrgangsbester, BWL Diplom und ein MBA Abschluss am INSEAD in Fontainebleau. Als Managing Director bei verschiedenen führenden Banken (UBS, Deutsche Bank, Lehman Brothers) beriet er fast 20 Jahre lang internationale Konzerne beim Kauf und Verkauf von Unternehmen. Gesundheitliche Probleme und Sinnkrise: Er kündigte und fasste einen Entschluss: Die Alpen zu Fuss zu durchqueren, von Ost nach West, von Salzburg nach Nizza. Die Natur lehrte ihn Einblicke in die Mechanik seines bisherigen Lebens und diente ihm als Inspiration für ein geändertes Bewusstsein.  In seinem Buch "Über die Berge zu mir selbst" reflektiert er über sein altes Leben und das Bergabenteuer. Seit 4 Jahren führt er sommers das Gemsli, eine Berghütte im Prättigau. Daneben berät er als Coach Firmen und Individuen - insbesondere Führungskräfte und Unternehmer. Rudolf Wötzel lebt mit seiner Frau und seinen zwei kleinen Kindern in Mon

Sachs/MasayoC5
Geld, Gemeinschaft & Kommunikation

Geld ist ein äußerst effizientes ökonomisches Kommunikationsmedium. In dieser Themenwerkstatt erforschen wir Geld in dieser Funktion und beschäftigen uns mit seinem Einfluss auf den Charakter wirtschaftlicher Aktivität und auf unsere Kommunkationsgewohnheiten. Wir befassen uns mit Chancen der nachhaltigen Vernetzung durch die Neukonstruktion von Geldsystemen und erleben Dialogformen, die eine Heilung aus dem kollektiven Geldtrauma ermöglichen. Zinsbasierte Geldsysteme erzeugen Wachstum und Knappheit, Macht, Hierarchie und Besitzanspruch, Konkurrenz und Zeitdruck. Sie beeinflussen auf persönlicher und geschäftlicher, auf lokaler und globaler Ebene wirtschaftliche Verhaltensweisen und haben so erheblichen Einfluss auf den Ressourcenraubbau an Natur und Mensch. Das kollektive Geld-Trauma hat viele Erscheinungsformen. Wir begegnen ihm in der Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen, es zerreißt die menschliche Gemeinschaft in Reich und Arm, in kraftvoll und ohnmächtig. Es wirkt als bedrohliche Macht des Mammon über die Demokratie, erzeugt Konkurrenz- und Zeitdruck und wachsende Zahlen von Burnout, Depressionen und Selbstmorden. Es hat sich über Generationen in unserer Wahrnehmung, in gesellschaftlichen Strukturen, in unseren Her­zen und Verhaltensmustern manifestiert. Die Veränderung von Geldsystemen ist eine notwendige Voraussetzung für eine Transformation zu ökonomischer Nachhaltigkeit. Zugleich begeben wir uns auf die Suche nach neuen empathischen Werkzeugen zur Wiederentdeckung von Verbundenheit und zur Gestaltung kooperativer, hierarchiearmer Zusammenarbeit.


Oliver Sachs
43 Jahre, zwei Kinder, ist Filmemacher sowie Prozess- und Projektbegleiter. Er erforscht seit 2009 den Einfluss von Geldsystemen auf ökonomisches und zwischenmenschliches Verhalten. Um aus tiefer Verbundenheit und kollektiver Weisheit heraus Projekte umzusetzen, kombiniert er in Seminaren und Workshops gemeinschaftsbildende mit projektgestaltenden Methoden. Erkenntnisse aus der Beschäftigung mit Ökonomie und alternativen Währungssystemen sind ein wichtiger Bestandteil seiner Seminare und Workshops. 2013 produzierte er mit Hanni Welter und Masayo Oda den Kurzfilm "40 Jahre Momo – ein Märchen wird erwachsen" über die ökonomischen Hintergründe der Geschichte Momo von Michael Ende. Eine Langfassung des Filmes ist in Arbeit.

Masayo Oda
40 Jahre, zwei Kinder, ist freischaffende Künsterlin sowie Prozessbegleiterin. Sie ist Mitglied im "Netzwerk Community Building Europa", arbeitet an der Weiterentwicklung der Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck und anderen empathischen Kommunikationsmethoden und begleitet Gruppen in mehrtägigen Gemeinschaftsbildungsprozessen. Angeregt durch die Beschäftigung mit den Hintergründen der Geschichte Momo von Michael Ende und durch die Fimproduktion "40 Jahre Momo – ein Märchen wird erwachsen" spielt der Einfluss von Geldsystemen auf Gemeinschaftsfähigkeit und Kommunikation in ihrer Arbeit eine wesentliche Rolle.